Wir lernen die eigene Bewegung in der uns umgebenden Landschaft intensiver zu spüren. Durch die Bewegung entsteht ständiger Perspektivwechsel. Wir nehmen die unterschiedliche Wirkung der Landschaft auf und sie wird uns vertraut. Ständig lernen wir neue Seiten kennen und wir passen unsere Wahrnehmung an. Wo bin ich? Es entsteht allmählich ein Bild im Kopf, zunächst mosaikartig mit Lücken, dann immer konkreter. Doch Vorsicht, wer sich zu schnell seines Bildes zu sicher ist und glaubt alle Mosaiksteine gesammelt zu haben, erkennt eigene Irrtümer erst spät. So vielfältig die Natur ist, so ähnlich kann sie auch an ganz verschiedenen Stellen wirken, eben zum verwechseln ähnlich, wenn wir nicht auf die Details achten. Wir lernen, dass wir uns leicht irren können und wir lernen damit umzugehen. Gerade dadurch wird die Angst sich zu verirren verschwindend klein. Wir müssen den eigenen Standpunkt gar nicht immer sofort exakt ermitteln können. Da wir uns bewegen, reicht es meistens aus die Verbindung zur Natur und Landschaft hergestellt zu haben und sich dessen bewusst zu sein. Mit dem vorhandenen Wissen und durch ständiges genaues Betrachten können wir Schlüsse ziehen, wie sich unser Standpunkt relativ zur Umgebung verhält und verändert. Wichtiger, als den momentanen exakten Standort zu bestimmen, ist es, dass wir uns jederzeit in Beziehung zur Natur und Landschaft sehen können.
Die Erkenntnisse, die wir durch Intuitives Wandern erlangen, können uns auch im Alltagsleben weiterhelfen. Wir werden die eigene Natur und die uns umgebenden Menschen nicht mehr nur von einer Seite wahrnehmen, der Perspektivwechsel fällt uns leichter. Wir können unsere eigene Orientierung zur Natur und zu den Menschen verändern und uns neuen Gegebenheiten anpassen. Wir müssen uns nur in Bewegung bringen.
Intuitive Wanderung in St. Andreasberg / Harz 2012: 23. April, 18. Mai, 16.Juli
Intuitive Wanderung in Forbach im Schwarzwald: 26. Oktober
Preis pro Person 33,-€ (bei 6 bis max. 8 Teilnehmern)
Auch individuelle Orts- und Terminplanung ist möglich.
Intuitives Wandern ist für alle geeignet, die Natur und Landschaft intensiver wahrnehmen wollen und den eigenen Orientierungssinn erweitern wollen. Die eigene Beobachtungsgabe und Wachsamkeit wird trainiert. Sie müssen keine neuen technischen Hilfsmittel verstehen lernen.

Es ist keine Detailplanung vorab notwendig. Wir lassen uns nicht von Hilfsmitteln wie Karte, Tourenbeschreibung oder GPS leiten, sondern durch Ihr spontanes Interesse.
Ein Ausgangspunkt wird festgelegt, und ein zeitlicher Rahmen gesetzt. Dann kann es losgehen. Gar nicht so einfach, wenn man nicht weiß wo es hingeht, oder? Also schauen Sie sich doch erst einmal um. Wie sieht die Landschaft aus, was können Sie vom Startpunkt aus erkennen und wo würde es Sie spontan hinziehen? Gibt es Besonderheiten in der Vegetation oder im Relief? Gibt es markante Orientierungspunkte in Sichtweite? Es gäbe noch weit mehr Fragen, trotzdem sollten wir uns allmählich in Bewegung setzen.
Aufmerksam sein und bewusst wahrnehmen wie wir uns durch die Landschaft bewegen, dass ist nun das Ziel. Dazu können wir alle unsere Sinne einsetzten. Am Anfang kann dies ziemlich anstrengend werden, wenn die Gelassenheit noch fehlt, auf die umgebende Landschaft einfach immer wieder neu zu reagieren. Wir wissen ja nicht wo der Weg vor uns hinführt, aber vielleicht können Sie anhand der Geländestruktur erahnen, wie es weitergeht? Sie lernen sich selbst aus der Vogelperspektive zu betrachten, wie Sie durch die Natur streifen. Ganz allmählich erzeugen Sie dabei ein Bild von sich im Raum, das mehr und mehr Gestalt annimmt bis schließlich eine Landkarte im Kopf entsteht.

Nach einiger Zeit wird das bewusste Wahrnehmen weniger anstrengend und geht in eine anstrengungslose, intuitive Aufmerksamkeit über. Sie können sich frei nach Ihren eigenen Wünschen bewegen und das, was Sie anzieht und interessiert, bestimmt die Richtung. Es liegt an Ihnen, ob Sie auf Waldboden oder an einem Bach entlang laufen, ein Felsenmeer erkunden, Wildspuren entdecken und deuten oder Blumen und Kräuter bestimmen.